Passives Einkommen ohne Arbeit… und die Menschen glauben es!

Ich bin auch nicht mehr der jüngste Erdenbürger. Daher ist die Auseinandersetzung mit den Digitalen Möglichkeiten für mich auch stets mit einer guten Portion Überwindung einhergehend. In diesem Zusammenhang habe ich mich auch mit dem Thema der Digitalisierung im Trainings- und Coachingbusiness befasst. In meiner Recherche bin ich dann auf das Thema Online-Marketing gestossen und dachte sofort Wow, in einer Woche bin ich Millionär. So suggerierten es mir die mannigfaltigen Online-Marketing-Gurus. Bestelle hier ein eBook und da ein Webinar und du hast praktisch ausgesorgt! Also habe ich mich mit einer naiven Attitüde ins Geschehen gestürzt. Einige Videokurse bestellt, ein eBook heruntergeladen und mehrere Webinare verfolgt. Das Ganze ist jetzt schon drei Monate her und ich bin immer noch nicht Millionär. Höchstwahrscheinlich sind es die Menschen, die diesen Mist zu Hauf verbreiten und immer wieder an zahlungswillige, vom schnellen Reichtum ohne Kompetenz, verblendete Gemüter gelangen.

Als Verkaufstrainer sträuben sich bei mir sämtliche Körperhaare, wenn ich mitbekomme, mit welchen Methoden hier Umsatz ohne Wertschöpfung generiert werden soll.

Egal, was du zu erzählen hast, mach ‘nen Webinar draus und dann geht dein Business ab, wie… Dazu brauchst du lediglich einen “Funnel”.

Einen was?!? Einen Funnel (Fannel ausgesprochen)

Das ist das Konzept, dass du mit einem kostenlosen Webinargeschenk anfängst und hoffst, dass du nach jedem Webinar ein paar Doofe findest, die anschließend noch mehr Geld bei dir ausgeben wollen und danach noch mehr Geld. Das Ganze wird dann mit total realistischen Teilnehmerzahlen und Verdienstmöglichkeiten untermauert.

Der Funnel in der “Praxis”:

Wenn Harry S., der einsam zu Hause in Jogginghose und versifftem Feinripp-Shirt nun durch einen Online-Marketing-Guru zu der Erkenntnis gelangt, ein Webinar anzubieten, wie man erfolgreich Frauen aufreißt, kann es auch schon los gehen. Dazu braucht er lediglich 100 Teilnehmer für sein Webinar, welches er natürlich anfangs kostenlos anbietet. Das kostenlose Webinar ist ja wohl schon ein Anreiz, der dafür sorgen wird, dass man ihm die digitale Bude einrennt. Am Ende dieses Anheizerwebinars gibt es dann natürlich ein unwiderstehliches Angebot. Ein von unglaublichen 79,00€ auf 9,90€ und zwar nur heute und jetzt, herabgesetztes E-Book mit den 10 garantiert Funktionierenden Tricks, “Wie ich als hässlicher Vogel 20 Frauen am Wochenende klar mache” zu erwerben. Als weiteres Highlight, bekommst du dann On Top auch noch einen 50% Discount auf das ultimative “Bagger Webinar” mit persönlichem Coaching für nur noch 125,00 statt 250,00€. Da habe ich als Teilnehmer bereits satte 195,00€ gespart! Da kann doch keiner widerstehen. Bereits jetzt ist sich Harry sicher, dass er schon mit gerade mal vier Teilnehmern, die dieses unwiderstehliche Paket buchen, an diesem Tag mehr verdient, als er aktuell monatlich an Stütze bekommt. Spätestens jetzt gibt es für Harrys Fantasie kein Halten mehr. Er hat förmlich schon den Bugatti sicher, inklusive standesgemäßer Villa und ausreichend großer Garage für den zu erwartenden Fuhrparkzuwachs.

Jetzt braucht Harry nur noch fünf weitere kostenlose Webinare mit je 100 Teilnehmern, um dann auf sein Wochenendseminar “Nie wieder ein Nein von Frauen kassieren” hin zu arbeiten. Dazu muss aus jedem dieser Webinare nur ein Teilnehmer das unglaubliche Angebot (für Teilnehmer des Webinars 50% Rabatt) annehmen und statt 1200€ gerade mal 600€ bezahlen. Dann hat Harry in zwei Tagen mit fünf Teilnehmern (es ist ja ein Intensivseminar) auf die Schnelle 3000,00€ verdient. An einem Wochenende!

So einfach ist es im Internet Geld zu verdienen. Und als Dankeschön wird Harry ab sofort mehrmals täglich mit hilfreichen Tipps und weiterem Datenmüll für sein erfolgreiches Online-Business zugespamt.

Okay, denkt sich Harry. Aller Anfang ist schwer. Es dauert halt schon mal drei Wochen, bis sich ein Teilnehmer anmeldet. Ansonsten kann Harry ja bis er die ersten 100 Teilnehmer voll hat, noch ein Wenig “Affiliate Marketing” betreiben. Kam gerade heute bei ihm als heißer Tipp von seinem Online-Marketing Guru rein…

Der Hauptstadtcoach wird sich dann mal schnell in das Thema einarbeiten, um noch was vom großen, digitalem Kuchen abzugreifen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit digitalem Marketing gemacht?

„FCK THE NPS“ ENGLISH VERSION

In recent years, I seem to detect a kind of plague to be spreading. In the delusion of an unreflective fashion trend the „Net Promoter Score“ – short NPS – gets praised as the miracle weapon for customer satisfaction survey, in every ever so unfit surrounding. Flocks of managers run excitedly through companies, demanding their subordinates to create written justifications, forge action plans and call customers because the NPS does not meet the requirements of whatever glass ball it has sprung from.

It almost seems like a religion, how this all-encompassing question: „Would you recommend XY to your friends and colleagues?“ is being trumpeted unfiltered into the world. It reminds me a lot of the film „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“, in which the human race develops a supercomputer which, over millions of years, finds the answer to the meaning of life, and the universe, and presents „42“ as the result. So maybe one should just set the optimal NPS value is „42“ and humanity could relax. On one hand the employees, who often have no direct influence on the quality of the answer to this question and on the other hand the customers who are then no longer constantly exposed to the desperate manipulation attempts of companies.

If the NPS isn’t right, just because customers give an honest answer to a feeble-minded question, one needs either to transform the customer or starts blaming the members of the end of the „Company-Chain“, thus the poor customer service staff.

If you take a closer look at the subject of NPS, you will find that the underlying „research“ is limited to a very limted purpose. The apparent simplicity of the question, which is to some extent useful in the B2C segment, is e.g. now unchecked transferred to B2B situations. I’m looking forward to hearing when the first clinics ask their patients following question: „Would you recommend this Syphilis Diagnostics to your friends and colleagues?“ –Choose between 1-10- „Zero!“ Bam! The NPS value has hit rock-bottom and the performing medical assistant is fired! And this is how it currently works in almost all major companies!

No one gets the idea of quesioning the tool, no! One is trying by desperate actionism to breathe the status of thruth to the nonesense.

I’ve attached one of these absurd examples as a picture of proof here:

I received this card as a customer after a quite managable service experience. Thank you so much for pointing out what I need to do as a customer to troubleshoot your business.

But enough for now.

What’s your opinion on the NPS as a customer satifaction measuring tool?

Yours,

HC

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FCK the NPS!

In den letzten Jahren merke ich, wie mehr und mehr eine Seuche um sich greift. Im Wahn eines unreflektierten Modetrends wird der „Net Promoter Score“ – kurz NPS – als Wunderwaffe der Kundenzufriedenheitsmessung in jeder noch so unpassenden Umgebung gepriesen. Scharen von Managern rennen aufgeregt durch die Unternehmen und fordern ihre Untergebenen dazu auf schriftliche Rechtfertigungen zu verfassen, Maßnahmepläne zu schmieden und Kunden anzurufen, weil der NPS nicht den – aus welcher Glaskugel auch immer entsprungenen – Vorgaben entspricht.

Es scheint fast schon wie eine Religion, diese allumfassende Frage: “Würden Sie XY Ihren Freunden und Kollegen weiterempfehlen?” ungefiltert in die Welt posaunt wird. Es erinnert schon stark an den Film “Per Anhalter durch die Galaxis”, in dem die Menschheit einen Supercomputer entwickelt, der über Millionen von Jahren die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und den Rest findet, und als Ergebnis “42” präsentiert. Vielleicht sollte man einfach festlegen, dass der optimale NPS Wert „42“ ist und die Menschheit könnte sich entspannen. Auf der einen Seite die Mitarbeiter, die oft gar keinen direkten Einfluss auf die Güte der Beantwortung dieser Frage haben und auf der anderen Seite die Kunden, welche nicht mehr ständig den verzweifelten Manipulationsversuchen der Unternehmen ausgesetzt werden.

Wenn der NPS nicht stimmt, weil die Kunden auf eine schwachsinnige Frage ehrlich antworten, dann muss man den Kunden umerziehen oder die Schuld bei den letzten Gliedern der “Company-Chain”, ergo den armen Customer Service Mitarbeitern suchen.

Wer sich mit dem Thema NPS etwas näher befasst, wird feststellen, dass die zu Grunde liegenden „Forschungen“ sich auf einen sehr begrenzten Einsatzzweck beschränken. Die scheinbare Einfachheit der Frage, die maximal im B2C Segment einigermaßen zu gebrauchen ist, wird z.B. nun ungeprüft auf B2B Situationen übertragen. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wann die ersten Kliniken ihren Patienten folgende Frage stellen: „Würden Sie diese Syphilis-Diagnose ihren Freunden und Kollegen weiterempfehlen?“ -Wählen sie zwischen 1-10 „NULL!“ Zack und schon ist der NPS Wert im Keller und der durchführende Assistenzarzt gefeuert. So ähnlich läuft es derzeit in fast allen Großunternehmen ab. Es kommt keiner auf die Idee das Tool in Frage zu stellen, sondern es wird verzweifelt durch Aktionismus versucht dem Schwachsinn den Status der Wahrheit einzuhauchen.

Eines dieser absurden Beispiele habe ich als Beweisfotos hier:

Diese Karte habe ich als Kunde, nach einer sehr überschaubaren Serviceerfahrung, ausgehändigt bekommen. Vielen Dank für den Hinweis, was ich als Kunde tun muss um für Probleme in Ihrem Unternehmen zu sorgen…

Jetzt aber genug aufgeregt…

Was ist eure Meinung zum NPS als Kundenzufiedenheitsmessinstrument?

Euer Hauptstadtcoach®

„Feature Fucking“ ist überall

Heute hatte ich das Vergnügen die Messe Personal Nord in Hamburg zu besuchen. Auf dieser Messe sind Weiterbildungsprofis, die ihre Kompetenzen und Lösungen zur Schau stellen.
Netterweise wurde ich von dem Veranstalter eingeladen, mich einmal umzusehen und zu entscheiden, ob ich als Aussteller im nächsten Jahr dort teilnehmen möchte.
Frohen Mutes fuhr ich mit dem ICE nach Hamburg und genoss einen wunderbaren Spaziergang durch den Botanischen Garten „Planten un Bloomen“, um zum Messegelände zu gelangen.
Dann war es vorbei mit der naiven Vorstellung, dass es dort eine Menge zu lernen gibt…

Liebe Aussteller und Anbieter irgendwelcher Dienstleistungen. Fangt endlich an euch für eure Kunden zu interessieren!!!

Egal an welchem Stand ich unverbindlich fragte: „Was machen Sie?“ – Wurde ich augenblicklich mit einem Feuerwerk an nutzlosen Informationen überschüttet. Dazu kam noch eine unverblümte Arroganz und die scheinbare Freude daran, Kunden doof dastehen zu lassen. Hier ein Beispiel, bei dem ich den Namen des Unternehmens geändert habe: Ich: „Hallo was macht Megatraining eigentlich?“ Standlakaie: „Megatraining, sagt doch unser Name.“ Ich: „Was genau ist das Konzept dahinter?“ „Wir sind Trainingsanbieter.“ (Dazu ein Gesichtsausdruck der signalisierte, das ich doch eigentlich wissen müsste, was das Unternehmen macht.) Lieber Standlakaie, wenn jeder wüsste, was Ihr Unternehmen tolles macht, dann würde es nicht 20.000€ für einen Messestand ausgeben… Danke für das Gespräch.

Es gab keinen einzigen Stand, bei dem ich gefragt wurde, was ich mache, und ob ich die Lösung eventuell gebrauchen könnte. Getoppt wurde die Ignoranz der Standlakaien, als ich dann eine Runde in meiner Jacke – auf der sehr gut sichtbar mein Hauptstadtcoach-Logo mit Vertrieb|Motivation|Führung prangte- machte und ich gefragt wurde ob in der HR Abteilung arbeite.
Der Hauptstadtcoach hat noch weitere gute Jahre vor sich, wenn selbst die ausgewiesenen Profis die Basics einer guten Kundenbeziehung nicht anwenden.

Ich glaube ich buche im nächsten Jahr einen Stand und akquiriere dort meinen Wettbewerb für Messetraining.
Ui, das wird ein Spass..

Euer Hauptstadtcoach®

Was ist Coaching überhaupt?

Eine kurze Einführung in das Thema Coaching

„Was macht eigentlich so ein Hauptstadtcoach?“ – Werde ich oft gefragt. Es herrscht immer noch ein diffuses Bild, des Begriffs „Coaching“, in der Gesellschaft. Vielleicht kann dieser Artikel helfen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

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5 Tipps die richtigen Ziele für mich zu formulieren! 

Am Anfang eines jeden Jahres gibt es eine Vielzahl von Artikeln, die mir Hinweise geben, wie ich z.B. aus Vorsätzen Ziele mache, oder wie ich mit Hilfe der SMART Formel meine Ziele richtig formuliere.

Vielleicht geht es dem einen oder anderen von euch auch so, dass es Dinge gibt, die man sich schon mehrfach vorgenommen hat und jedes Mal nicht erreicht. Manchmal erweist sich ein erreichtes Ziel auch als ungünstig, weil die Zielerreichung eine Menge negative Effekte als Begleiterscheinung hinterlässt.

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Führung und Excel – Denken nicht mehr nötig…

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